Sehtraining, der freie Blick. Sehschule in München Sehtraining, der freie Blick. Sehschule in München Sehtraining, der freie Blick. Sehschule in München Sehtraining, der freie Blick. Sehschule in München

Besser sehen lernen

Kann man besser sehen lernen? Ja, denn das Sehen ist nicht starr, sondern flexibel und anpassungsfähig. Seine Qualität hängt von vielen Faktoren ab, bei denen die genetische Veranlagung nach neuesten Erkenntnissen nur eine kleine Rolle spielt. Was sich tatsächlich belastend auf die Sehkraft auswirkt, hängt vielmehr damit zusammen, wie viel unsere Augen im Alltag leisten müssen.

Monotone visuelle Anforderungen im Beruf, das schulische Lernen bei Jugendlichen sowie die intensive Nutzung digitaler Medien (alles oft bei ungenügender Beleuchtung) bedeuten für die Augen eine leichte, aber chronische Belastung, die wir meist nur vage wahrnehmen können. Irgendwann kommt es im Sehsystem zu einer Schieflage: wir sehen schlechter. Wir kompensieren die optischen Auswirkungen durch eine Brille, doch die eigentliche Ursache bleibt bestehen.

Gutes Sehen ist auf einer tieferen Ebene also mit der Fähigkeit verbunden, die Augen entlasten und ausgleichen zu können. Dazu braucht es Wissen um das Sehsystem und ein Gespür für sich selbst. Sobald wir verstehen, wie der Stress des Alltags und die körperlichen Veränderungen im Lauf des Lebens sich auf die Leistungsfähigkeit unserer Augen auswirken, öffnen sich umgekehrt auch Möglichkeiten, um wieder Entspannung, Vitalität und Leichtigkeit in das Sehen zu bringen.

Sehtraining, so wie ich es anwende, hat also wenig mit Augenrollen und ähnlich vereinfachten Übungen zu tun. Hilfreich sind zum Beispiel Fähigkeiten wie: den Druck aus den Augenmuskeln nehmen / das Umschalten zwischen Nah- und Fernsicht verbessern / etwas gegen trockene Augen tun können / das Stereosehen fördern / bewusst mit der Brille und mit Licht umgehen.

Von diesen Dingen haben Sie noch nie gehört? Das hatte ich ganz lange auch nicht. Vielleicht liegt es daran, dass es keine Standardlösung gibt, nur den individuellen Weg. Ich finde diesen Weg sehr lohnend und beschäftige mich schon lange damit. Wenn Sie ihn ausprobieren möchten, werde ich mein Bestes tun, ihn so zu vermitteln, dass er für Sie und in Ihr Leben passt.

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Schwerpunkte

Kurz- und Weitsichtigkeit

… sind optische Brechungsfehler, verursacht durch eine leichte Verformung des Augapfels. Die Gründe können vielfältig sein, doch meistens liegt die Ursache in einer chronischen Verspannung der äußeren Augenmuskulatur. Die klassischen Auslöser dafür sind falsche Seh- und Lesegewohnheiten, eine unnötig stark korrigierende Brille oder schlicht und einfach ein hoher Stresspegel, der sich über die enge Verbindung von Gehirn und Auge auswirkt. Wenn wir diese Verbindung nun umgekehrt nutzen und lernen, beim Sehen locker zu bleiben und die Augen auszugleichen, geben wir den betreffenden Muskeln die Chance, sich wieder zu erholen.

Ein Zugriff auf Fehlsichtigkeiten ist also nur indirekt möglich, deswegen finde ich den „Wirf deine Brille weg und sieh!“-Ansatz unseriös. Aber vielen Menschen ist es durch Sehtraining sehr wohl gelungen, ihre Dioptrienzahl abzuschwächen bzw. eine fortschreitende Fehlsichtigkeit zu beruhigen.

Altersweitsichtigkeit

… wird laut medizinischer Auffassung hervorgerufen durch die allmähliche Versteifung der Augenlinse. Die Flexibilität der Brechungskraft nimmt ab und dadurch fällt es den Augen schwer, ein genaues Bild am Nahpunkt zu erhalten. Dennoch gibt es durchaus ältere Menschen, die auch in der Nähe ohne Brille sehen, lesen und schreiben können. Die Sehkraft ist also nicht zwingend mit der organischen Beschaffenheit der Linse verbunden, es kommt vielmehr darauf an, wie man in dieser Phase des Lebens mit seinen Augen und generell mit seinem Körper umgeht. Zur Stärkung des Sehens bieten sich verschiedene Entspannungs-, Lese- und Wahrnehmungsübungen an, die ich individuell kombiniere.

Kindliches Sehen

... ist etwas Faszinierendes. Denn der Sehsinn funktioniert nicht unmittelbar wie das Hören oder Fühlen, er entwickelt sich erst im Lauf der Kindheit. Manchmal knickt die Sehkraft in der Schulzeit ein — die Gründe dafür liegen oft genug in den vielfältigen Anforderungen an die Augen: Lesen und Schreiben lernen, Blickwechsel zwischen Tafel und Schreibtisch, die oft schlechte Beleuchtung im Klassenzimmer und nicht zuletzt der verfrühte Umgang mit digitalen Medien. Dieses unbestimmte Gefühl von angestrengtem Sehen kann sich auf viele Arten äußern: beginnende Kurz- oder Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung, Kopfweh und Schwindel. Zusätzlich zur augenärztlichen Begleitung sind hier altersgerechte Sehspiele sinnvoll, eine Brillenberatung und vor allem eine umfassende Information der Eltern über das Sehen ihres Kindes, damit sie es mit einem sicheren Gefühl begleiten können.

Bildschirmarbeit

… gehört zum Berufsleben einfach dazu. Dass es aber nicht besonders förderlich für die Augen sein kann, jeden Tag stundenlang hochkonzentriert und mit minimaler körperlicher Bewegung in ein hell beleuchtetes Display zu starren, liegt eigentlich auf der Hand. Die Folgen sind oft erst nach Jahren zu spüren: trockene / tränende / gereizte / müde Augen, schleichende Kurzsichtigkeit und sogar Netzhautprobleme. Aber der Umgang mit Displays ist nun mal elementar, und auch ich arbeite und kommuniziere genauso wie Sie viel mit Laptop und Smartphone. Deswegen habe ich viele Möglichkeiten gefunden, wie man mit unseren digitalen Begleitern auch augenschonender umgehen kann: bürotaugliche Mini-Augenübungen, hilfreiche Software-Lösungen, eine bessere Ergonomie am Arbeitsplatz sowie Basiswissen über Bildschirmbrillen, Augentropfen und eine bewusstere Ernährung.

Augenkrankheiten

… entstehen meistens erst in der zweiten Hälfte des Lebens und sind immer eine komplexe Angelegenheit, egal ob Glaukom (Grüner Star), Grauer Star oder Netzhauterkrankungen wie die Makuladegeneration. Ihre Ursachen sind, wie jeder Augenarzt bestätigen wird, vielfältig - denn zusätzlich zur direkten Störung im Auge hat die Krankheit ihren Sitz oft an einer anderen Stelle im Körper. An dieser Stelle muss ich sagen, dass meine Arbeit in erster Linie keine Therapie, sondern Hilfe zur Selbsthilfe ist. Mir geht es darum, dass Sie die normale, natürliche Funktionsweise der Augen verstehen und richtig anwenden lernen. Wenn das gelingt, können die neuen Sehgewohnheiten sehr wohl dazu beitragen, eine permanente Schädigung abzuwenden. In jedem Fall sollten Sie aber bei einer solchen Erkrankung augenärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Falls Sie sich parallel dazu für eine ganzheitliche Behandlung entscheiden, hoffe ich, dass Sie sich bei mir gut aufgehoben fühlen.

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Brillen

… bzw. Kontaktlinsen sind sehr wichtig, damit wir durch Sehschwächen nicht im Alltag und in unserer Arbeit beeinträchtigt werden. Doch obwohl sie zu einem scharfen Bild verhelfen, haben sie oft auch Nebenwirkungen in Form einer gewissen Anspannung in den Augen. Warum?

Ganz einfach: eine Brille korrigiert nur das Symptom, sie löst nicht die Ursache. Die eigentliche Sehschwäche wird oft sogar unabsichtlich bestärkt, denn eine Brille ist ein statisches Instrument. Dadurch „überredet“ sie das Gehirn und die Augenmuskulatur, ebenfalls statisch zu sein und den Brechungszustand permanent zu halten, für den sie angefertigt wurde. Die natürliche Dynamik des Sehens wird also durch Brillen in eine gewisse Erstarrung gebracht.

In Verbindung mit der konzentrierten Naharbeit, die unsere Augen im Alltag leisten müssen, kann das im Lauf der Zeit sogar zu einer noch stärkeren Anspannung der Augenmuskulatur führen. Wie dieser muskuläre Stress sich auswirkt, ist individuell unterschiedlich, aber bei vielen Menschen führt er früher oder später zu einer weiteren Sehverschlechterung.

Wie gesagt: Brillen sind sehr wichtig, aber man sollte sie bewusst als Hilfsmittel benutzen. Sie können uns besser dienen, wenn wir unseren Augen regelmäßig - auch wenn es nur für ein paar Minuten ist - die Möglichkeit geben, so zu funktionieren, wie sie nun mal sind. Weil wir dann nicht scharf sehen, geht das natürlich nur in einer ruhigen und sicheren Situation. Zum Beispiel, wenn wir etwas essen. Sobald man die Verschwommenheit akzeptiert, können die Augen sich dabei entspannen, und das ist immer der erste Schritt zur Sehverbesserung.

Ich selbst habe 30 Jahre von früh bis spät eine Brille getragen, mittlerweile brauche ich sie fast nicht mehr (außerdem hat sie jetzt schwächere Gläser). Wenn ich sehr müde oder gestresst bin, setze ich sie auf, weil sie mir dann wirklich hilft. Aber halt nur dann.

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Über mich

Wie ich arbeite

Sehtraining bedeutet nicht monatelange regelmäßige Sitzungen, es ist als Hilfe zur Selbsthilfe gedacht. Daraus leitet sich auch meine Arbeitsweise ab, die für Sie passen soll — je nachdem, warum Sie zu mir kommen und was wir gemeinsam daran ändern können.

Wenn Sie Kontakt zu mir aufnehmen, sende ich Ihnen vor dem ersten Treffen einen Fragebogen zu, damit ich mir schon mal ein genaueres Bild über Ihre Situation bzw. die Ihres Kindes machen kann. Es wäre gut, wenn wir einige Termine innerhalb der kommenden Wochen festlegen, um eine für Sie passende Methode zusammenstellen. In der Zeit darauf werden Sie spüren, was sich verändert und wie Sie weitermachen wollen.

Auch online lässt sich eine Sitzung gestalten, und gerade bei einem Anschlusstermin können skype oder Zoom durchaus Alternativen zu einem persönlichen Treffen sein. Sollten Sie weiter weg wohnen, aber Interesse an einer Beratung haben, käme es auf einen Versuch an, ob diese für Sie auch im Ganzen über Video funktionieren kann.

Referenzen

Mein eigenes Sehen

Ich bin kein Optiker und kein Mediziner, ich bin Musiker. Mit 7 Jahren wurde eine leichte Kurzsichtigkeit diagnostiziert (-1 Dioptrien), und die Brille war da. Im Gymnasium wurden es -2 Dioptrien, im Studium -3, außerdem bekam ich manchmal Kopfschmerzen, die von den Augen ausgingen. Nach einigen frustrierenden Erlebnissen beim Optiker habe ich 2016 begonnen, mich nach Alternativen umzuschauen. So kam ich auf das Sehtraining: ein ganzheitlicher Ansatz, der auf der lebenslangen erfolgreichen Arbeit des New Yorker Augenarztes Dr. William Bates basiert.

Dass man auch anders mit den Augen umgehen kann, musste ich erst lernen. Am Anfang empfand ich das Gefühl, in den Phasen ohne Brille nicht mehr alles gestochen scharf sehen zu können, als Kontrollverlust. Nach einigen Wochen habe ich aber gespürt, dass dadurch auch Lockerheit entstehen kann. Daraufhin habe ich beschlossen, die Ausbildung zum ganzheitlichen Sehtrainer in der SehAkademie von Marianne Wiendl zu machen. Wichtige Impulse gaben mir außerdem Ray Gottlieb (USA), Esther Joy van der Werf (Niederlande) und Mikolaj Markiewicz (Polen). Sehr schnell wurden die Farben intensiver, ich war nicht mehr lichtempfindlich und hatte keine Kopfschmerzen mehr. Nach und nach konnte ich sogar wieder schärfer sehen, reduzierte mehrmals die Stärke meiner Brille und ließ sie immer öfter mal weg. Mittlerweile brauche ich sie nur noch selten.

Als Pianist und Professor für Klavier am Konservatorium Innsbruck gehört das Arbeiten mit Menschen, die sich entwickeln wollen, seit mehr als zwanzig Jahren zu meinem Leben. Davon profitiere ich nun auch als Sehtrainer. Denn beim besseren Sehen geht es, wie beim Klavierspielen, um das Verstehen von Zusammenhängen und das Erlernen bestimmter Techniken. Jeder Mensch braucht dazu eine persönliche Anleitung, die ihm hilft, ein sicheres Gefühl für den Weg zu bekommen. Klar, üben gehört auch dazu! Aber jedes Üben vertieft das Können und bringt damit auch Zufriedenheit und Freude.

Firmen & BGM

Angebote zum Download

Schnupperworkshop

Flexibler sehen im Büro — mit Übungen zur Entspannung, Augenbeweglichkeit sowie besserem Umschalten von Nah zu Fern

Auch kombinierbar mit einem Vortrag

Dauer: 45 bis 60 Minuten

Teilnehmer: maximal 20, mehrere Gruppen nacheinander möglich

Augengesundheits-Kurse für Bildschirmarbeiter

  • Grundlegende Fähigkeiten zur Augenentspannung
  • Training für visuelle Beweglichkeit und verbesserte Wahrnehmung am Display
  • Tipps & Tricks zur Erhaltung der Augengesundheit bei langfristiger Bildschirmarbeit

wöchentliche Kurse für eine fixe Gruppe

Dauer: 5 Einheiten über 60 Minuten, oder nach Absprache

Teilnehmer: pro Gruppe maximal 12, mehrere Gruppen nacheinander möglich

Interaktive Vorträge

  • Das Office Eye Syndrom und was man dagegen tun kann
  • LED, Blaulicht, Kunstlicht: was man über Licht und Displays wissen sollte
  • Entspannung für die Augen im Büroalltag mit einfachen Übungen
  • Kurzsichtig durch Naharbeit? Fakten und präventive Maßnahmen
  • Bewegliche Augen trotz Altersweitsichtigkeit
  • oder ein Thema nach Wunsch

Dauer: nach Absprache 45 bis 90 Minuten

Teilnehmer: unbegrenzt

Individuelle Konzepte

  • Impulsvortrag über das Sehen (Dauer und Schwerpunkt nach Absprache)
  • Kombination Vortrag/Workshop (Schwerpunkt nach Absprache)
  • Anleitung zur optimalen Augenentspannung im Büro (Einzelsitzung)

Für ein genaues Angebot nehmen Sie bitte Kontakt zu mir auf.

Info

Für ein besseres Verständnis des Sehsystems sind die folgenden Wikipedia-Artikel ein guter Start:
Normalsichtigkeit
Anpassungsfähigkeit des Auges an verschiedene Entfernungen = Akkommodation
Brechungsfehler (nur auf Englisch)
Dioptrie
visuelle Wahrnehmung

Zur ersten Brille wird leider oft schon bei diesen Symptomen geraten, die man durch Sehtraining gut korrigieren kann (nur auf Englisch):
Verkrampfung des Zilliarmuskels
scheinbare Kurzsichtigkeit = Pseudomyopie

Kosten

Sehtraining wird von den Krankenkassen, jedenfalls im Moment, leider nicht erstattet. Es ist also eine Privatleistung, die ich für meine Klienten mit 60 € pro Stunde berechne.

Zur besseren Einschätzung, ob es Ihnen dieses Geld wert ist, hat sich ein unverbindliches Telefonat oder Online-Gespräch als hilfreich erwiesen. Wir können die Dinge besprechen, die für Sie im Moment am wichtigsten sind oder zu denen Sie Fragen haben und gerne mehr erfahren würden. Dabei können Sie mich wenigstens ein bisschen kennenlernen und bekommen ein Gefühl dafür, wie ich arbeite und ob das für Sie passen würde.

Dieses Gespräch kann länger oder kürzer dauern - wir nehmen uns die Zeit und ich berechne es eher symbolisch mit 5 € pro angefangener Viertelstunde. Wenn Sie danach als Klient kommen möchten, haben wir bereits angefangen zu arbeiten. Wenn nicht, dann war kaum Geld im Spiel und es hat Klarheit gebracht.

Bei Interesse kontaktieren Sie mich bitte und wir vereinbaren einen Gesprächstermin.

Kontakt

Sebastian Euler

Langwieder Hauptstraße 12a
81249 München
(3 Gehminuten von der S 3 Lochhausen)

euler@derfreieblick.de

0176 — 2008 3654
(auch WhatsApp)

Fotografie: Christine Schneider
Gestaltung: Fabian Glass +minus2

Links

Deutschland
SehAkademie Marianne Wiendl
Verein für gesundes Sehen

International
Esther Joy van der Werf
Ray Gottlieb
Mikolaj Markiewicz

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